frauenzentrum urania e.V. Wuppertal

Samstag, 25. April 2009, 20 Uhr

Bana Bak - Schau mich an!
D 2008, 60 Min. türk. mit dt. UT - Prädikat: Besonders wertvoll!

Die Gleichberechtigung der Frau, Stellung und Rechte von Schwulen und lesbischen Frauen in unserer Gesellschaft: keine großen Kampfthemen mehr.

In der Welt des Islams aber noch Tabuthemen und selbst in der schon zumindest in Großstädten liberalisierten Türkei, in der Trennung von Privatem und Öffentlichem aber noch groß geschrieben wird, ist Homosexualität zwar nicht mehr strafbar, aber weit entfernt von einer öffentlichen Anerkennung.

Es ist ein großes Verdienst der Regisseurin Ayla Gottschlich und Produzentin Aysel Yilmaz, sich dieses Themas in der Türkei anzunehmen. Ein Glücksfall war es, in der Person der jungen Fotografin Nevruz, die in Istanbul lebt, eine Frau gefunden zu haben, die seit Jahren für ihre Rechte als Lesbe in der Öffentlichkeit kämpft.

Der Film zeigt, wie die Regisseurin ein sehr schönes und von Vertrauen geprägtes Verhältnis zu der Protagonistin aufbaut, die mutig und selbstbewusst über ihre Probleme in der Familie berichtet und Einblicke in eine von Religion, Tradition und Männern dominierten Welt bietet. Eine Frau, die ebenso couragiert ihrem Beruf als talentierte Fotografin nachgeht.

Eine schöne Kameraführung bei Nah- und Panoramaaufnahmen mit interessanten Blickwinkeln, eine präzise Montage und die angemessene musikalische Begleitung (nicht folkloristisch!) sind weitere positive Merkmale dieser wichtigen und gelungenen Dokumentation.

Kritiken:

Filmkunstkino.de

Filmbewertung.com

Kino.de

 

Freitag, 17. Oktober 2008


anders leben - Lesben im Alter
D 2005, 60 Min.
Filmvorführung des Dokumentarfilms der Stiftung Leben und Umwelt Niedersachsen

20 Frauen waren ins Urania Frauenzentrum gekommen, um sich diesen Film anzusehen.
Trotz kleinerer technischer Probleme war die Vorführung ein voller Erfolg, die Anwesenden konnten bei Bier oder Bionade, Tee oder Kaffee einen interessanten Einblick in Leben von älteren Lesben bekommen, die einige von uns auch persönlich kennen. Da ist die Eine, die mittlerweile eine Frauenpension führt, die Andere lebt ihren Lebensabend noch immer sportlich mit ihrer Lebenspartnerin in eingetragener Partnerschaft, die Dritte ermöglicht der Zuschauenden einen Blick "hinter die Kulissen" von Safia bzw. dem Lesbenwohnprojekt der Safia-Stiftung.

Bei leiser Musik und dem ein oder anderen Getränk am Tresen entspann sich manches Gespräch.
Es war ein sehr netter Abend, auch für die Tresenfrauschaft!